7. Februar 2012

Schrecken in Berlin ...


Das war vielleicht eine Aufregung ... 

Unser Sohn, der seit ca. 1,5 Jahren in Berlin lebt hat mich Samstag Morgen angerufen und mir berichtet, dass er in der Nacht von 4 Typen tätlich angegriffen und ausgeraubt wurde ... mitten auf der nächtlichen Straße in Berlin ...

Seine komplette Umhängetasche, gefüllt mit Papieren, Ausweisen, Bargeld, Scheckkarten etc., sein Laptop, Handy, Schlüssel, Führerschein, Fahrkarte ... einfach ALLES war weg ...

So stand er da, mit ein paar Prellungen und einem Veilchen oder blauen Auge davongekommen, völlig mittellos - keinen Cent in der Tasche - kein Handy, nix ... 

BOAAAHHH ... könnt Ihr Euch vorstellen, was mein Mutterherz da empfunden hat ???

Ich kann Euch sagen !!!!!!

Natürlich große Aufregung aber ich konnte gar nicht klar denken ... war nur einfach froh, dass ihm nix Schlimmeres passiert war !

Das Problem war, dass er jetzt nicht mal in seine Wohnung konnte, weil kein Schlüssel, er konnte auch nirgends hin, Fahrkarte weg und er in Berlin ja niemanden kennt - die Familie lebt hier in der Pfalz ...

Zum Glück konnte er bei seinem Freund übernachten der ihn begleitet hatte und der beim Überfall sofort per Handy die Polizei anrief, die aber nie eingetroffen ist.


Leider waren auf seinem Handy und auf dem Laptop seine gesamte Existenz gespeichert in Form von Dateien, die er zum Unterrichten benötigt, ein Manuskript für sein geplantes Buch ... alles in allem viele Jahre Arbeit, die gar nicht mehr ersetzt werden können ... 

Unglaublich !

Aber wir wissen ja, dass alles was passiert einen Grund hat - auch wenn man es nicht gleich kapiert - !

Auf jeden Fall haben meine stricktechnischen Projekte sehr gelitten - ich habe zwar ständig etwas genadelt, aber irgendwie ist mir nix gelungen ... meine Gedanken sind völlig durcheinander und es ist einfach blöd, 600 km entfernt zu sein.

Naja ... wir haben eine Lösung gefunden, aber es war ein Wochenende, was ich nicht so schnell vergessen werde und unser Sohn muß natürlich jetzt erstmal einiges erledigen.


Aber das Universum hats auch gut gemeint, denn der Freund einer guten Freundin, der in noch Berlin lebt war dieses WE gerade hier zu Besuch und fuhr sowieso Sonntag wieder zurück. So konnten wir ihm unseren niegelnagelneuen (schnieef) Lappi und mein i-phone mitgeben ...

So kann unser Sohn wenigstens weiter machen und sein Überleben sichern ...

Ich bin nur froh, dass es ihm so weit gut geht - alles andere kann muß man verschmerzen ... 


So ändern sich manchmal die Prioritäten - von einem Moment auf den anderen ... 

Ich wünsche Euch schöne und ruhige Tage und glückliche Momente, viele tolle Maschen und was Ihr Euch noch so wünscht 


die Mari(anne)



Kommentare:

  1. Tja .... was soll ich sagen .... ich selber traue mich schon lange nicht mehr allein auf unsere Straßen, wenn es nicht mehr taghell ist. Selbst am Tag kommt es hier zu brutalen Übergriffen und Überfällen. Ich bin geborene Berlinerin, fühle mich aber schon seit längerer Zeit in unserer Haupt- und Weltstadt nicht mehr wohl und sicher und werde irgendwann in den Norden ziehen. Ich kann sehr gut nachempfinden, wie es dir als Mutter geht .... mache mir auch ständig Sorgen um meine Tochter.

    Liebe Grüße an dich und deinen Sohn, Tina

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  2. Das ist schon ziemlich krass was deinem Sohn passiert ist.Ich denke auch als Mutter ist man erstmal ausser sich wenn man wie du zudem noch weiter weg ist und nicht helfen kann.
    Zum Glück,wenn ich mal so schreiben darf ist er körperlich noch halbwegs davon gekommen,denn die Gesundheit ist durch nichts zu ersetzen
    Ich wünsche ihm und dir alles Gute
    Liebe Grüsse
    Patricia

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